Unter dem Titel „Ein Fest für die Augen! Essen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“ erwartete die Besucherinnen und Besucher ein Feuerwerk für die Sinne. Begleitet wurde die Ausstellung von einem abwechslungs-reichen Veranstaltungsprogramm mit lokalen wie internationalen Programmpunkten.
Bei dieser Ausstellung öffnete die Galerie ihren Papier-Schwerpunkt und zeigte neben klassischen Gemälden beispielsweise Videoarbeiten, Upgecyceltes, Skulpturen oder Installationen und – natürlich – Lebensmittel selbst. In insgesamt neun Sektionen umfasste die Schau ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen: Von klassischen Gemälden über Installationen und Objekte bis hin zu Fotografien und Skulpturen, von historischen Kunstwerken über Exponate der Eat Art bis hin zu Werken der Fluxus-Bewegung wurde anschaulich, wie Künstlerinnen und Künstler sich diesem alltäglichen wie lebensnotwendigen Thema annähern. Die Stuttgarter Künstlerin Christine Braun erschuf, exklusiv für diese Ausstellung, ein vergängliches Kunstwerk aus Lebensmitteln. Nicht nur die reine Materialität und künstlerische Technik spielte eine Rolle, sondern genauso politische und zeithistorische Bezüge, Gesellschafts- und Konsumkritik oder Alltäglich-Komisches und Parodistisches.
Zahlreiche Leihgeber ließen sich für die Idee begeistern und stellen ihre Werke zur Verfügung. Darunter sind beispielsweise die Städtische Galerie im Lenbachhaus und der Kunstbau München oder das Hessische Landesmuseum Darmstadt, genauso wie die Rainer Wild Stiftung und die Stiftung Schloss Fachsenfeld. Auch Galerien, Privatsammlerinnen und
–sammler und die Künstlerinnen und Künstler selbst zählen dazu. Gezeigt werden unter anderem Armand Fernandez, Banksy, Thomas Baumgärtel, Joseph Beuys, Fernando Botero, Lia Darjes, Marion Eichmann, Ralph Fleck, Katharina Fritsch, Alison Knowles, Alwin Lay, Loriot, Tala Madani, Vera Mercer, Pablo Picasso, Martha Rosler, Dieter Roth, Daniel Spoerri, Tomi Ungerer, Friedrich Karl Waechter, Andy Warhol und Erwin Wurm.
Ein umfangreiches Begleitprogramm rundete das Ausstellungserlebnis ab: Die britische Autorin Felicity Souter ließ sich von Kunstwerken inspirieren, sie las bei einer Veranstaltung des Fördervereins Freunde der Galerie Stihl Waiblingen e.V. aus ihrem Buch „Kunst Kochen“. In Kooperation mit der Waiblinger Tourismus Marketing GmbH (WTM) und dem Restaurant Die Vorratskammer gab es besondere kulinarische Veranstaltungen . Auch ein kunsthistorischer Vortrag im Forum Mitte und eine kunstwissenschaftliche Annäherung an das Phänomen Foodporn in sozialen Netzwerken luden zur Auseinandersetzung ein. Literatur zum Stöbern lag in der Medienausstellung der Stadtbibliothek bereit. Wie stets bot die Galerie Stihl Waiblingen gemeinsam mit der Kunstschule Unteres Remstal ein vielseitiges Programm mit Führungen und Workshops an, die speziell auf die Ausstellung zugeschnitten waren.