Birgit Knoechl: The Autonomy of Growth (Detail), 2018, Papier, Tinte, Besitz der Künstlerin
Installationsansicht Galerie Stihl Waiblingen 2018 © Foto: Peter Oppenländer

AUSSTELLUNGEN 2018


Scharf geschnitten. Vom Scherenschnitt zum Papercut

27. Januar bis 22. April 2018

Zum Auftakt ihres 10-jährigen Jubiläums widmet sich die Galerie Stihl Waiblingen dem Scherenschnitt – einer Technik, die wie kaum eine andere das Papier selbst in den Fokus rückt: nicht einfach als Bildträger, sondern als Material, aus dem unmittelbar Formen und Figuren entstehen. Mit Schere und Messer „gezeichnet“, bestechen die ausgestellten Arbeiten aus Vergangenheit und Gegenwart durch höchste Kunstfertigkeit und gestalterische Vielfalt. Die traditionelle Technik des Papierschneidens und ihre Blütezeit um 1800 beleuchten namhafte Künstler wie die Waiblingerin Luise Duttenhofer (1776–1829). Handwerkliche Präzision und genaue Beobachtungsgabe verbindet sie mit einem häufig ironischen, mitunter auch kritischen Blick auf ihre Zeitgenossen. Wie die historischen Werke bis in die zeitgenössische Kunst nachwirken, wird die Ausstellung an ausgewählten aktuellen Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler aufzeigen. Inspiriert von der Scherenschnittkunst um 1800, greifen sie deren traditionelle Gestaltungsformen und Themen auf und interpretieren diese auf vielfältige Weise neu. Dreidimensionale Scherenschnitt-Objekte, die die Wandfläche hinter sich lassen, und Inszenierungen durch Projektionen erweitern die Grenzen des Mediums.


Dior, Lacroix, Gaultier. Haute Couture auf Papier

19. Mai bis 12. August 2018

Im Sommer 2018 wird es schick in der Galerie Stihl Waiblingen: Die Ausstellung Dior, Lacroix, Gaultier. Haute Couture auf Papier widmet sich der faszinierenden Welt der Modeillustration. In Zeichnungen und Druckgrafiken sind Kreationen von großen Modeschöpfern wie Christian Dior und Yves Saint Laurent festgehalten. Geschaffen für Zeitschriften und Werbung, vermitteln die Illustrationen der Öffentlichkeit ihre ganz eigenen Visionen der Mode. Dabei steht nicht die möglichst detaillierte Dokumentation der Kleidung im Mittelpunkt, sondern deren Interpretation durch den Künstler. Ziel ist es, das Wesen des jeweiligen Entwurfs zu erfassen und ihn stimmig im Bild zu inszenieren. Das Spektrum reicht von pointiert verknappten Skizzen über Experimentell-Verspieltes bis hin zur opulenten Inszenierung als Luxusware. Gezeigt werden Arbeiten herausragender Vertreter des Fachs von 1900 bis heute: Anfang des 20. Jahrhunderts beauftragte der französische Modeschöpfer Paul Poiret Künstler wie Georges Lepape, seine Kreationen in Grafiken festzuhalten. Ihre Blütezeit erlebte die Modeillustration in den 1920er- und 1930er-Jahren in Zeitschriften wie Vogue und Harper’s Bazar. Seit den 1960ern wurden gezeichnete Illustrationen mehr und mehr durch die Modefotografie verdrängt, sie erlebten jedoch in den letzten Jahren mit Künstlern wie François Berthoud und Mats Gustafson eine Renaissance. Die Ausstellung vereint die wichtigsten Positionen innerhalb der Modeillustration. Darüber hinaus sind ausgewählte originale Kleidungsstücke namhafter Designer zu sehen.


Graphic Novels. Aktuelle deutsche Comic-Romane

29. September 2018 bis 6. Januar 2019

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2018 rückt die Galerie Stihl Waiblingen eine besondere Form des Erzählens in Bildern in den Fokus: Graphic Novels bedienen sich in der Verbindung von Bild und Text typischer Merkmale des Comics, gehen jedoch deutlich weiter – sowohl in ihrer künstlerischen Gestaltung, als auch in der Komplexität der Erzählung. Die Themen der „grafischen Romane“ sind ebenso vielfältig wie anspruchsvoll; die in der Ausstellung präsentierten Graphic Novels erzählen von einschneidenden Erfahrungen verschiedenster Art: Persönliches steht neben Weltgeschehen, Kriminalgeschichten neben Fantastischem, Anrührendes neben Humorvollem. Die Ausstellung versammelt herausragende Graphic Novels aus Deutschland von national und international ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern. Mit Originalzeichnungen und Probedrucken gibt die Schau einen exklusiven Einblick in die Entstehung der Bücher, beleuchtet die Absichten und Arbeitsweisen der Künstlerinnen und Künstler. Ergänzend laden die so entstandenen Bücher zum Schmökern ein. Die Ausstellung Graphic Novels wurde konzipiert vom Horst-Janssen-Museum Oldenburg.