Thomas Müller: Ohne Titel, 2016

Die Linie ist Gedanke - Faszination Zeichnung

3. Juni bis 27. August 2017



Mit einer Auswahl unterschiedlicher künstlerischer Positionen widmet sich die Galerie Stihl Waiblingen im Sommer 2017 dem Begriff der Zeichnung in der aktuellen Kunst. Er reicht über das Skizzenhafte, die bloße Vorstudie oder den Entwurf hinaus. Nach Paul Klee fasst die Linie Gedanken und übersetzt sie in ein Bild. Zu beobachten ist seit einigen Jahren, dass vielfach Werke entstehen, die zwischen der Sinnlichkeit des dynamischen Ausdrucksmittels der Linie und der Abstraktion einer konzeptuellen Nutzung des zeichnerischen Prozesses changieren.
Die Gruppenausstellung mit Arbeiten von Karoline Bröckel, Nadine Fecht, Niko Grindler, Katharina Hinsberg, Linda Karshan, Pia Linz, Thomas Müller, Karim Noureldin, Albrecht Schnider, Malte Spohr und Robert Zandvliet gibt einen Überblick über die Vielfalt, mit der Künstlerinnen und Künstler ihre Ideen mit wenigen Linien sichtbar machen oder große bildnerische Gefüge entstehen lassen. Das Spektrum reicht von abstrakt bis gegenständlich, vom kleinen bis zum monumentalen Format. Dabei werden mit Linien stets assoziative Strukturen auf der Fläche festgehalten, ob als schnell hingeworfene spontane Skizze oder als im Detail konzipiertes Projekt. So kann die Linie im Prozess des Zeichnens über die Fläche des Papiers hinausgehen und sich assoziativ auf Wand und Decke ausbreiten, sie kann Zeit und Raum bündeln oder als Spur einer Bewegung auf dem Papier abrupt die Richtung wechseln.
Die Ausstellung wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung.