Asger Jorn: Intoxicateur familiale - Mignon et sans danger* (Familienvergifter - Süß und ungefährlich), 1964

EILMELDUNG

Auf Grund einer Erkrankung von Frau Dr. Katharina Henkel muss ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt werden! Der Rundgang findet aber mit Frau Silke Schuck statt.

Im Dialog

Rundgang mit Dr. Katharina Henkel, Kunsthalle Emden

Donnerstag, 30. Juni 2016, 18:00 Uhr


Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung COLLAGE! DÉCOLLAGE!! sprechen Dr. Katharina Henkel, Kunsthalle Emden, und Silke Schuck, Galerie Stihl Waiblingen, über den Maler und Papierkünstler Asger Jorn. Mit seiner spontanen Malweise näherte er sich der Art brut und dem Informel und revolutionierte zusammen mit anderen Künstlern in Paris die abstrakte Kunst. Seine Papierarbeiten bringen die Unmittelbarkeit des Experimentierens zum Ausdruck. Materialbetont roh und banale Gegenstände wie Zeitungsausschnitte, bunte Papiere und Plakate für die Kunst nutzend, zeigt dies vor allem die Werkgruppe der Collagen und Décollagen. Erstmals publiziert hat diese die Kunsthalle Emden mit der großen Jorn-Ausstellung im Herbst 2014, über deren Hintergründe viel Spannendes zu erfahren ist.

Asger Jorn - Le Corbusier

Filmpräsentation und Gespräch mit Heinz Emigholz, Filmemacher

Freitag, 15. Juli 2016, 18:00 Uhr


Der Filmemacher Heinz Emigholz stellt seinen auf der Berlinale 2016 präsentierten Film Le Corbusier [IIIII] Asger Jorn [Relief] vor. Im Gespräch mit Silke Schuck, Kuratorin der Ausstellung COLLAGE! DÉCOLLAGE!!, erläutert er inmitten der Werke seine Idee zu dieser außergewöhnlichen filmischen Gegenüberstellung zweier Bauwerke: der 1931 erbauten Villa Savoye des französischen Architekten Le Corbusier (1887-1965) und dem Grand Relief, das der dänische Bildhauer und Maler Asger Jorn 1959 für das Århus Statsgymnasium geschaffen hat. „Der Film kam deshalb zustande, weil mich die Vorgabe gereizt hat, zwei Bauwerke miteinander zu konfrontieren, die erst einmal nichts miteinander zu tun haben. Ein Dialog zwischen durchgestylter Klarheit und erklärter Wildheit, beide ideologisch verbrämt. Durch die Arbeit am Film habe ich an beiden Arbeiten überhaupt erst schätzen gelernt, was mir vorher relativ egal war: die Lust ihrer Macher am produktiv umgesetzten Statement“ (Heinz Emigholz).

Der dokumentarische Film dauert 29 Minuten, in denen die Eigenheiten des Gebäudes und des Reliefs ohne Worte, doch unvergessen mit den Mitteln des Kamerabildes und des Tons hervortreten. Dieser besondere Abend wird einen anderen Blick auf die Werke der Ausstellung eröffnen.