Christoph Niemann: Hong Kong II, Photo Drawings, 2016

AUSSTELLUNGEN 2017


Christoph Niemann. Modern Times

23. September 2017 bis 7. Januar 2018

Die Herbst-/Winterausstellung in der Galerie Stihl Waiblingen widmet sich vom 23. September 2017 bis 7. Januar 2018 einem der gefragtesten Künstler und Illustratoren unserer Zeit. Christoph Niemann wurde in Waiblingen geboren, studierte an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste bei Heinz Edelmann und wurde berühmt durch seine Coverbilder für Zeitschriften wie The New Yorker, The New York Times Magazine und das ZEITmagazin. Niemanns Bilder bestechen durch ihren unnachahmlichen Humor. Mit scharfer Beobachtungsgabe und wenigen Strichen erzählen sie treffsicher von den Tücken des Alltags, den Fallstricken der großen Politik oder den Kehrseiten einer digitalisierten Welt. Die Waiblinger Ausstellung, die gemeinsam mit dem Künstler konzipiert wurde, zeigt die große Vielfalt im Schaffen Niemanns. Zu sehen sind rund 160 Werke, neben Originalzeichnungen und Druckgrafiken auch Animationen, Filme, Installationen und Apps.


Die Linie ist Gedanke – Faszination Zeichnung

3. Juni bis 27. August 2017

Mit einer Auswahl unterschiedlicher künstlerischer Positionen widmet sich die Galerie Stihl Waiblingen im Sommer 2017 dem Begriff der Zeichnung in der aktuellen Kunst. Er reicht über das Skizzenhafte, die bloße Vorstudie oder den Entwurf hinaus. Nach Paul Klee fasst die Linie Gedanken und übersetzt sie in ein Bild. Die Gruppenausstellung gibt einen Überblick über die Vielfalt, mit der Künstlerinnen und Künstler ihre Ideen mit wenigen Linien sichtbar machen oder große bildnerische Gefüge erschaffen. Das Spektrum der vorgestellten Werke reicht von abstrakt bis gegenständlich, vom kleinen bis zum monumentalen Format. Stets werden mit Linien assoziative Strukturen auf der Fläche festgehalten, ob als schnell hingeworfene spontane Skizze oder als im Detail konzipiertes Projekt. So kann die Linie im Prozess des Zeichnens über die Fläche des Papiers hinausgehen und sich assoziativ auf Wand und Decke ausbreiten, sie kann Zeit und Raum bündeln oder als Spur einer Bewegung auf dem Papier abrupt die Richtung wechseln. Der Linie wohnt eine spezifische Präzision und Dynamik inne, selbst wenn der Zufall das Spiel mit der Unendlichkeit nicht enden wollender Linien oder mit der obsessiven Verdichtung von Liniengefügen bestimmt. Die exemplarischen Werke vermitteln ein aktuelles Spannungsfeld der Kunst, das vom expansiv wuchernden zeichnerischen Kosmos über die systematische Entfaltung eines Punktes bis zur gestischen Linie reicht. Sie vereint international beachtete Positionen und greift das gegenwärtige breite Interesse am Medium der Zeichnung auf.


Lyonel Feininger. Zwischen den Welten

18. Februar bis 14. Mai 2017

Als erste Ausstellung des Jahres 2017 zeigt die Galerie Stihl Waiblingen in Kooperation mit der Graphischen Sammlung des Museum Kunstpalast in Düsseldorf und mit dem Folkwang Museum in Essen Werke des deutsch-amerikanischen Malers, Grafikers und Karikaturisten Lyonel Feininger (1871-1956). Der in New York geborene und verstorbene Künstler ist eine prägende Gestalt der Klassischen Moderne in Deutschland. Nach seiner Tätigkeit als Karikaturist für deutsche, französische und amerikanische Zeitungen in Berlin entwickelte er eine eigenständige figürliche Bildsprache und entdeckte die Malerei für sich. Feininger ging 1906 nach Paris, kehrte 1914 nach Berlin zurück und hatte 1917 eine erste Einzelausstellung in der Galerie Der Sturm. Nach Weimar an das Staatliche Bauhaus berufen, arbeitete er mit Paul Klee, Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlenksky zusammen. Es entstehen expressionistische Ansichten von Halle, von Kirchen, Türmen, Zügen und Schiffen. Die Ausstellung wird in Düsseldorf und in Waiblingen gezeigt und stellt die verschiedenen Facetten des grafischen Werks dieses bedeutenden Künstlers vor.